Falsche Behauptung

Falsche Behauptung

Zum Leserbrief „Löst keine Probleme“ (Thema Südumfahrung, 1. Oktober):

Herr Rid beginnt seinen Leserbrief, der sich gegen die Südumfahrung wendet, mit folgender Behauptung: „Beim Bürgerentscheid zur Südumfahrung wurde argumentiert, dass eine leistungsfähige Straße zwischen Ravensburg, Friedrichshafen und Meersburg in den nächsten 40 Jahren nicht kommen wird.“ Da der Ausbau der Bundesstraßen jetzt keine Jahrzehnte mehr dauert, hat die Südumfahrung, so argumentiert er weiter, ihre Berechtigung verloren. Anders als von Herrn Rid behauptet, stellt die Informationsbroschüre zum Bürgerentscheid Südumfahrung die Ortsumfahrung als Teil des „Planungsfalles 7“ dar. Die Erforderlichkeit der Südumfahrung wird in der Broschüre wörtlich wie folgt begründet: „Die weiteren Untersuchungen der Straßenbauverwaltung führten zum Ergebnis, dass der Ausbau der B 31 zwischen Überlingen und Friedrichshafen der Netzergänzung bedarf. Durch die netzergänzenden Maßnahmen: Ortsumfahrung Bermatingen L 205-neu, die Ortsumfahrung Markdorf K 7743-neu (Südumfahrung) und den Zubringer von Markdorf zur B 31-neu (Ortsumfahrung Kluftern), können die überörtlichen Verkehre aus dem Salemer Tal in Richtung Friedrichshafen und Ravensburg und umgekehrt ortsdurchfahrtsfrei geführt werden. Die Ortsdurchfahrt Markdorf erfährt hierdurch eine weitere Entlastung.“ Was Herr Rid behauptet, ist somit schlicht die Unwahrheit. Die aktuellen verkehrlichen Untersuchungen zum Ausbau der B 31-neu zwischen Meersburg und Friedrichshafen bestätigen die Erfordernis der Südumfahrung, das Landesverkehrsministerium schließt sich dem an und stellt fest, dass eine maßgebliche Entlastung der Ortsdurchfahrt Markdorf alleine durch die Realisierung der B 30-neu und B 31-neu nicht erreicht werden kann (SÜDKURIER 06. 12. 2020).

 

Gebhard Geiger, Markdorf

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