Daheim gefälscht

Wir haben inzwischen den gefälschten Flyer vorliegen und diesen uns ganz genau angesehen. Der Fälscher hat wohl nur eine handvoll von diesen Flyern in den Umlauf gebracht und dies nur bei der Station an der Heggelinstraße. Zum Original sind aber einige Unterschiede zu erkennen.

  • Der Flyer wurde nur einseitig bedruckt
  • Es wurde auf ein Hochglanz-Papier gedruckt
  • Das Format ist anders
  • Es wurde digital auf einem handelsüblichen Flüssigtintendrucker gedruckt. Dies erkennt man speziell an der Rasterung.

Original-Flyer

orinial-flyer

Es ist deutlich die Rasterweite erkennbar (Amplitudenrasterung). Das heißt, der Abstand der Rasterpunkte ist immer gleich nur die Größe der einzelnen Punkte verändert sich. Dies kommt im Offset-Druck, bei Laserdruckern und Kopierern zum Einsatz.

Fake-Flyer

fakeflyer

Bei der Fläschung ist die Rasterung stochastisch, das bedeutet, die Rasterpunkte sind immer gleich groß, nur der Abstand der einzelnen Punkte ist mal größer (helle Bildelemente) oder enger (dunkle Bildelemente). Diese Technik kommt hauptsächlich bei Tintenstrahldruckern zum Einsatz.

Die Titelseite wurde eingescannt und überarbeitet und die Rückseite lässt sich problemlos von der Homepage der Gegner herunterladen und überarbeiten. Dies lässt sich mit jedem Bildbearbeitungsprogramm wie z.B. Painter oder Photoshop realisieren. Alles in allem aber sehr unprofessionell und laienhaft.

Es bleibt auf jeden Fall die Frage offen, warum macht man sowas. In einer Sachdebatte sollte man fair und respektvoll miteinander umgehen. Man kann bei gewissen Dingen unterschiedlicher Meinung sein, aber man sollte dabei ehrlich bleiben. Ist also die Frage wer macht sich so viel Mühe. Ist es wirklich ein Befürworter gewesen? Und wenn ja warum greift er zu solchen Mitteln wo es doch extra ein Verein für die Südumfahrung gegründet wurde.

Da es sich hier aus unserer Sicht heraus um eine Straftat handelt, haben wir Anzeige gegen unbekannt erstattet. Es handelt sich hier, aus unserer Sicht, um eine Urheberrechtsverletzung, Dokumentenfälschung und zu guter Letzt um eine Verleumdung, die den Verein und dessen Interessen schädigt. Wir als Verein distanzieren uns in aller Klarheit von solchen Praktiken. Sie führen nur zu Unfrieden und dienen nicht der Sache. Wer auch immer dafür verantwortlich ist, wir appellieren dazu dies nicht wieder zu tun.

Sachbeschädigung und Fake-Flyer

Sachbeschädigung und Fake-Flyer

Am 22.12.2020 erhielt ich einen Anruf von Helmar Grupp, Redaktionsleiter des Südkurier Markdorf. Er teilte mir mit, dass die Infobanner  der Gegner der Südumfahrung Markdorf zerstört wurden und das gefälschte Infoflyer ausgetauscht wurden. Hier meine Stellungnahme:

Stellungnahme zu Fake-Flyer

Man kann in einer Sachdiskussion immer anderer Meinung sein. Dies ist auch gut so, nur so kann ein Konsens entstehen. Und: Jeder hat das Recht seine Meinung zu äußern, einer der Grundlagen unserer Demokratie. Was aber nicht in Ordnung ist, ist die mutwillige Zerstörung von Informationsanlagen und die Fälschung von Flyern. Dies wirft ein falsches Bild auf beide Lager. Von einem solchen Vorgehen, halten wir gar nichts und verurteilen diese. Es geht hier um eine Sachdiskussion und nicht um Sachbeschädigung oder Propaganda. Die Gegner und die Befürworter der Südumfahrung von Markdorf dürfen und sollen Ihre Meinung äußern, aber immer mit gegenseitigem Respekt. Sonst haben wir hier bald amerikanische Verhältnisse.

Rainer Zanker
Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft pro Südumfahrung e.V.

fakeflyer
Feinstaub und Corona

Feinstaub und Corona

Das Feinstaub schädlich ist, steht außerhalb jeglicher Diskussion. Dieser entsteht aber primär nicht durch den Verbrennungsmotor, sondern durch die Bremsen und die Reifen. Somit ist es auch keine Verbesserung, auf eAutos umzustellen.

Das dieser Feinstaub, gerade für Corona-Infizierte gefährlich ist, können Sie hier erfahren.

Auch die Argumentation, das ein Spaziergang in den Feldern so gesund sein, ist kritisch zu betrachten. Es handelt sich hier um industriell bewirtschaftete Agrarnutzfläche. Aber gerade die Landwirtschaft ist laut dem Bundesumweltamt einer der größten Produzenten von Feinstaub mit 23%. Da empfiehlt es sich doch eher ein Spaziergang im Wald zu machen.

Stellungsnahme des Landtages

Stellungsnahme des Landtages

Am 25. 9. 2019 ging beim Landtag von Baden-Württemberg, Ministerium für Verkehr, eine “Kleine Anfrage” des Abg. Martin Rivoir (SPD) ein.

In diesem fragte die SPD die Landesregierung was diese unternimmt, um auf den Verzicht des Baus der Ortsumfahrung Markdorf hinzuwirken. Das “grün geführte” Verkehrsministerium, in Vertretung von Dr. Lahl, schrieb darauf hin im Abschlußtext:

Das Ministerium für Verkehr hat die verkehrliche Notwendigkeit des kommunalen Straßenbauvorhabens „K 7743 neu, Ortsumfahrung Markdorf“ anerkannt und das Vorhaben – zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse – in das Förderprogramm 2019 für den kommunalen Straßenbau aufgenommen. Somit liegen die Voraussetzungen vor, dass sich das Land an der Umsetzung des Vorhabens im Rahmen einer Förderung nach LGVFG finanziell beteiligt.

Das ganze Schreiben finden Sie im Original hier zum Download.

Die CDU Bodenseekreis hat daraufhin eine Presseerklärung verfasst, welche sich auch für die Südumfahrung ausspricht. Diese können Sie hier ansehen.

Ein Teilsieg ist errungen

Ein Teilsieg ist errungen

Am 16. 10. 2019 tagte der Kreisrat um über die weitere Planung zur Südumfahrung abzustimmen, nachdem die Grünen/Bündnis90 und die SPD einen Antrag zum Stopp der weiteren Planung stellten.

Kreisrat Nobert Zeller argumentierte lang und breit, das die erwartete Verkehrsentlastung nicht mehr im Kosten-Nutzen-Verhältnis stehe und er die Zukunft in eMobilität und im ÖPNV sehe.

Kreisrat Helmut Faden nahm den Klimawandel als Hauptthema und den Erhalt der landwirtschaftlich wertvollen Flächen, die beim Bau der Straße wegfallen würde.

Die Interessensgemeinschaft pro Südumfahrung war bei der Sitzung sehr stark mit ca. 30 Personen anwesend und erhielt neue Kenntnisse. So sind die prognostizierten Verkehrszahlen für 2035 ohne den Ferienverkehr gerechnet und es wurden schon 14% abgezogen der durch den ÖVPN abgenommen werden soll. Somit sind die Zahlen erheblich höher als dargestellt.

Bürgermeister Manfred Härle für die CDU wiedersprach im Namen der CDU den Anträgen, gefolgt von Martin Rupp (Bürgermeister Bermatingen) von den Freien Wählern, Gerhard Brugger (FTP) und Roberto Salerno (Linke), Detlev Gallandt (AfD) schlossen sich an. Das Schlusswort hatte Landrat Wölfle der noch mal klar stellte, das es sehr schwer werden wird die 14% über den ÖPVN zu erreichen. Er verwies auf die Nachbarländer Österreich und Schweiz bei denen gerademal der Verkehrszuwachs damit aufgefangen werden kann. Die Notwendigkeit der Südumfahrung, die deutliche Entlastung und die Integration in das gesamte Straßenkonzept (Planfall 7.5) wurde von allen Parteien hervorgehoben.

Bürgermeister Riedmann (Markdorf) stellte klar, dass er privat anderer Meinung sei aber trotzdem den Antrag ablehnen würde. Er wies darauf hin, das nach der finale Fertigstellung der Planungen und dem Bekanntwerden aller Kosten, er noch mal die Entscheidung des Markdorfer Gemeinderates möchte.

Bei der Abstimmung wurde dann mit 33 zu 17 Stimmen der Antrag auf Einstellung der Planung abgelehnt.

Wir möchten uns bei allen Kreistagsmitgliedern für Ihre Stimme bedanken!

Feinstaub und Stickoxide

Feinstaub und Stickoxide

Wie schädlich sind Feinstaub und Stickoxide?

Einige Lungenärzte bezweifeln den Sinn von Grenzwerten – die große Mehrheit der Experten tut es nicht. Was Sie zum aktuellen Streit über die Wirkung von Luftschadstoffen auf die Gesundheit wissen müssen.

Ein Lungenfacharzt erklärt die in Deutschland geltenden Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide für “völligen Blödsinn”, mehr als 100 Kollegen springen ihm bei, und der Bundesverkehrsminister frohlockt: Wenn sich so viele Wissenschaftler zusammenschlössen, sei das “ein Signal”, die aktuellen Messpraktiken zu überdenken.
So weit, so vereinfacht. Denn das Positionspapier, von dem nun überall die Rede ist und das federführend von Dieter Köhler verfasst wurde, dem ehemaligen Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (DGP), wurde bereits Anfang Januar an 3800 DGP-Mitglieder verschickt. Aber nur 112 haben es nach aktuellem Stand unterschrieben, also weniger als drei Prozent der angefragten Lungenexperten. Dies deutet darauf hin, dass eine sehr große Mehrheit der Lungenexperten in Deutschland Köhlers Ansicht nicht teilt.

Weitaus mehr Lungenexperten halten Luftverschmutzung für bedenklich

Die offizielle Position der in der DGP vereinten Kollegen lautet auch ganz anders: “Luftschadstoffe gefährden unsere Gesundheit – besonders die von Kindern, älteren Menschen und Erkrankten”, teilte der Verband im November 2018 mit. Experten hatten damals für die DGP ein entsprechendes Dossier erstellt. Auf 100 Seiten mit Hunderten Fußnoten fassen sie den Wissensstand der Forschung zusammen.

Ihr Fazit: “Negative Gesundheitseffekte treten auch unterhalb der derzeit in Deutschland gültigen europäischen Grenzwerte auf.” Für die deutsche Bevölkerung sei derzeit “kein optimaler Schutz vor Erkrankungen, die durch Luftverschmutzung verursacht werden, gegeben”. Deshalb sei “eine Absenkung der gesetzlichen Grenzwerte erforderlich” – also sogar noch verschärfte Richtlinien.

Auch der Bundesverband der Pneumologen, Schlaf- und Beatmungsmediziner (BdP) hat Stellung bezogen. “Eine Bagatellisierung der Auswirkungen von Luftschadstoffen gefährdet die Bemühungen, Risiken und Gefahren von Luftverschmutzung zu minimieren!”, warnt Frank Heimann, Vorsitzender des BdP, in einer Mitteilung. Der Verband vereint mehr als 1200 Lungenärzte in Deutschland.

Um welche Schadstoffe es in der Debatte geht, wie sie entstehen und was man über ihre Wirkung auf die Gesundheit weiß, haben wir im nachfolgenden Überblick für Sie zusammengestellt:

Woher kommen Stickoxide?

Stickoxide haben keine natürliche Quelle, sondern entstehen, wenn Kohle, Öl, Gas oder Holz verbrannt werden. In Städten stammen dem Umweltbundesamt zufolge 60 Prozent der Stickoxide aus dem Verkehr. Benziner bilden so gut wie keine Stickoxide, deshalb konzentrieren sich die Diskussionen auf Diesel.

Welche Grenzwerte gelten für Stickoxide?

Europaweit gilt ein Grenzwert von 200 Mikrogramm Stickstoffdioxid (NO2) pro Kubikmeter Luft pro Stunde. Er darf eigentlich nicht öfter als 18-mal pro Jahr überschritten werden. Zudem gilt ein Grenzwert von höchstens 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel, dieser Wert wird auch von der WHO empfohlen.

Wie wirken sich Stickoxide auf den Körper aus?

Stickstoffdioxid ist ein ätzendes Reizgas. Es gelangt hauptsächlich beim Atmen in den Körper und dringt bis zur Lunge vor. Ab einer bestimmten Menge kann es die Atemwege reizen und so Brustschmerzen, Atemnot und Husten verursachen. Menschen, die über längerer Zeit einer erhöhten Stickstoffdioxidbelastung ausgesetzt sind, haben ein erhöhtes Risiko für Asthma, Atemwegsinfektionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Besonders gefährdet sind Personen mit Grunderkrankungen sowie Kinder, da sich ihre Atemwege noch entwickeln.

Die Auswirkungen von Stickoxiden lassen sich allerdings nur schwer isoliert betrachten. Stattdessen handelt es sich bei den meisten Untersuchungen um sogenannte Beobachtungsstudien: Dafür analysieren Forscher, wie groß die Stickoxidbelastung in bestimmten Gebieten ist und wie viele Menschen dort etwa an einem Herzinfarkt erkranken.

Diese Art von Studien haben alle eine Schwäche: Sie können nie absolut sicher sagen, dass tatsächlich die Stickoxide schuld an den beobachteten Erkrankungen sind und nicht etwa andere Faktoren wie der Feinstaub. Um das Risiko solcher Verzerrungen so weit wie möglich zu reduzieren, rechnen Forscher den Einfluss anderer bekannter Faktoren heraus. Trotzdem liefern die Ergebnisse nie absolute Sicherheit.

Klar ist jedoch, dass Stickoxid neben Ammoniak und anderen Gasen ein Ausgangsstoff für die Entstehung von Feinstaub ist – der anderen Gruppe von Luftschadstoffen, um die es in der aktuellen Debatte geht.

Wie entsteht Feinstaub?

Als Feinstaub gelten Partikel, die kleiner sind als zehn Mikrometer (PM10). Ein Mikrometer entspricht einem Millionstel Meter. Der überwiegende Teil stammt aus natürlichen Quellen. Vulkane blasen beispielsweise große Mengen Partikel in die Luft. Auch Waldbrände und Wüstensand trägt zur Staub- und Feinstaubmenge in der Luft bei. Mit der Zeit verteilen sich die Partikel weiträumig in der Atmosphäre, sodass die Belastung mit der Entfernung zur Quelle je nach Wetterlage deutlich abnimmt.

Der Mensch erzeugt Staub und Feinstaub vor allem durch Verbrennungsprozesse in der Industrie. Betrachtet man nur die besonders gesundheitsschädlichen Partikel unter 2,5 Mikrometern (PM 2,5), sind nach Industrieprozessen vor allem Haushalte und Kleinverbraucher sowie der Verkehr die wesentlichen Verursacher. Haushalte erzeugen Feinstaub beispielsweise durch Kamine und Heizungen sowie Abfallverbrennungsanlagen.

Beim Verkehr trägt neben dem Abrieb von Bremsen und Reifen vor allem der Verbrennungsprozess im Ottomotor zur Feinstaubbelastung bei. In modernen Benzinmotoren mit Direkteinspritzung entstehen besonders kleine Partikel, die kleiner sind als 0,1 Mikrometer (Ultrafeine Partikel, UFP).

Welche Grenzwerte gelten für Feinstaub?

Für Partikel unter 2,5 Mikrometer (PM 2,5) gilt in der EU ein Grenzwert von 25 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel. In den USA liegt er deutlich niedriger, dort sind nur 10 Mikrogramm erlaubt, dies entspricht der Empfehlung der WHO.

Wie wirkt sich Feinstaub auf den Körper aus?

Das Problem mit dem Feinstaub: Je kleiner die Partikel sind, desto weiter dringen sie in den Körper vor, wenn sie eingeatmet werden. Die größeren Feinstaubteilchen, die PM10, verbleiben größtenteils in den oberen Atemwegen, also dem Rachen, der Luftröhre oder den Bronchien. PM2,5 gelangen dagegen bis in die Lungenbläschen.

Die ultrafeinen Partikel können sogar in den Blutkreislauf übergehen und so im Prinzip sämtliche Körperregionen erreichen und dort Schaden anrichten. Man geht davon aus, dass UFP unter anderem in den Blutgefäßen Entzündungsprozesse in den Gefäßwänden auslösen und damit die Arterienverkalkung sowie das Entstehen von Blutgerinnseln fördern.

Welche Krankheiten löst Feinstaub aus?

Anders als bei den Stickoxiden gilt die schädliche Wirkung des Feinstaubs als eindeutig nachgewiesen. Feinstaub reizt Atemwege und Schleimhäute, damit kann er Atemwegsprobleme wie Husten, Atemnot und Asthma entstehen lassen oder verstärken. Auch an der Entstehung von Lungenkrebs können die Partikel beteiligt sein. Wenn sie ins Blut gelangen, richten sie auch dort Schäden an, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen – Herzrhythmusstörungen, Arterienverkalkung und Infarkt – steigt.

Menschen, die bereits Atemwegs- oder Herzprobleme haben, sind laut der Weltgesundheitsorganisation WHO besonders durch Feinstaub gefährdet, das gilt auch für Kinder und Senioren.

Fazit: Sowohl Stickoxide als auch Feinstaub gelten unter Fachleuten als gesundheitsbedenklich, wobei sich die Auswirkungen des Feinstaubs besser wissenschaftlich belegen lassen als die der Stickoxide. Für beide Schadstoffe kann man keine eindeutige Aussage darüber treffen, ab welcher Konzentration die Stoffe definitiv schädlich sind. Die geltenden Grenzwerte stützen sich teilweise auf Empfehlungen der WHO, sind aber letztliche politisch festgelegt.

Quelle

Wie stark belasten LKWs unsere Straßen?

Wie stark belasten LKWs unsere Straßen?

Die Straßenschäden die der Schwerlastverkehr in Markdorf hinterlässt sind nicht nur ärgerlich für die Betreiber der Straße weil hier hohe Kosten für Stadt, Land und Bund entstehen, vor allem Nachts wenn die leeren LKWs über die Schlaglöcher brettern ist dies extrem laut und macht durchschlafen fast unmöglich. Lesen Sie hierzu einen Bericht von www.zeit.de

 

Welche Tortur würden Sie lieber ertragen: zehn Schläge ins Gesicht mit einer Kraft von je einem Kilogramm oder einen Schlag mit zehn Kilo?

Eben. Die verheerende Wirkung, die eine Kraft entfaltet, steigt nicht linear mit ihrer Größe, sondern erheblich stärker an – eine zehnmal so große Kraft erzielt mehr als die zehnfache Wirkung.

Das wissen auch Straßenbauingenieure. Sie rechnen seit Jahrzehnten mit dem sogenannten Vierte-Potenz-Gesetz. Das besagt, dass der Verschleiß der Straße durch ein Fahrzeug mit der vierten Potenz seines Gewichts steigt, jeweils bezogen auf eine Achse.

Ein Rechenbeispiel: Ein gewöhnlicher Pkw mit einer Tonne Gewicht drückt mit 500 Kilo pro Achse auf die Straße. Bei einem vierachsigen 30-Tonner lasten pro Achse 7,5 Tonnen auf der Straße, das ist das 15-Fache. Das Vierte-Potenz-Gesetz sagt nun: Die Belastung für die Straße und damit der angerichtete Schaden ist pro Achse nicht 15-mal so groß wie beim Pkw, sondern der Faktor beträgt 15⁴, also 15x15x15x15, das ist 50.625.

Da unser Beispiel-Lkw außerdem doppelt so viele Achsen hat wie der Pkw, schädigt er die Straße sogar mehr als 100.000-mal so stark.

Und das heißt: Bei ihren Berechnungen können die Ingenieure die Personenwagen eigentlich vernachlässigen, die Abnutzung der Straße erfolgt im Wesentlichen durch die Laster. Das sollten vielleicht auch die Befürworter einer Pkw-Maut bedenken: Geht es nur um den tatsächlichen Schaden, den ein Pkw im Vergleich zum Lkw an der Straße anrichtet, dann dürfte ein Personenwagen für die Bruchteile eines Cents quer durch die Republik fahren.

Quelle