Offener Brief an den Gemeinderat, gegen einen erneuten Bürgerentscheid

Offener Brief an den Gemeinderat, gegen einen erneuten Bürgerentscheid

Offener Brief vom 10. 06. 2021

Sehr geehrter Bürgermeister,
Sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte,

Die Badener bezeichnet man als Gelbfüßler, die Markdorfer als Schwarzfüßler.

Warum das so ist? Wenn Sie barfuß über eine Terrasse in der Innenstadt laufen und sich dann Ihre Füße anschauen wissen Sie es. Das ist keine Übertreibung sondern Realität. Wir können jetzt zum wiederholten Male alle Argumente für den Bau der Südumfahrung anführen das würde aber nichts bewirken da die Diskussion wohl nicht faktenbezogen geführt wird sondern ideologisch.

Die Umweltgruppe und die SPD wollen einen weiteren Bürgerentscheid erreichen um die Südumfahrung zu kippen. Jetzt nach fast 20 Jahren wo wir mit dem Bau beginnen könnten. Getarnt wird das Ganze mit „gestiegenen Kosten“, „die Entlastung wird in Frage gestellt“, „die Bürger sollen mitreden können“.

Die gestiegenen Kosten sind der Verzögerungspolitik, den Umweltauflagen und der unter der grünen Landesregierung geänderten Umlage geschuldet. Trotzdem sollte, egal welche Summe unter dem Strich rauskommt, es der Mensch wert sein. Für ein Menschenleben ist kein Preis zu hoch.

„Der Verkehr wird weniger“. Dem ist nicht so! Jeder Anwohner wird dies bestätigen können. Es ergibt sich auch keine Logik warum das so sein sollte. Zum einen wird die Bevölkerungen global, regional und lokal mehr. Das ist Fakt. Dieser Trend wird auch in der Zukunft so sein. Damit verbunden ist auch mehr Verkehr. Wann die B31 fertig ist kann keiner sagen, darauf zu warten und zu hoffen ist aber sträflich. Und selbst wenn sie fertig ist sagen die Prognosen zwar weniger Autos, dafür aber mehr LKW voraus. Aber gerade diese stoßen am meisten Abgase aus und produzieren den meisten Feinstaub, deshalb auch Schwarzfüßler. Mit einer Südumfahrung, auch wenn es sich um eine Kreisstraße handeln wird, können wir ein Durchfahrtsverbot (ausgenommen Lieferverkehr) erreichen.  Selbst ohne Durchfahrtsverbot, ein LKW muss mit 30 Km/h, durch einen Kreisverkehr, an einem Blitzer und fünf Ampelanlagen vorbei tuckern. Er wird immer den schnelleren Weg, sprich über die Umfahrung, wählen.

Die Bürger sollen mitreden können. Das haben Sie schon, nur wird dies ignoriert, weil sich ja in der langen Zeit viel geändert habe. Die Lange Zeit, wie beschrieben, ist ja teils von den Gegnern initiiert worden. Einen neuen Bürgerentscheid braucht es nicht, da der alte ja noch Bestand hat und rechtlich bindend ist. Es gibt kluge Leute in der Verwaltung und im Gemeinderat, die eine Stellungsname an den Kreistag formulieren könnten.

Wir bitten den Bürgermeister und den Gemeinderat, gegen einen neuen Bürgerentscheid zu stimmen. Dieser würde nur weitere Kosten bedeuten, die Verzögerungspolitik fördern, das Vertrauen in die Demokratie schwächen und Markdorf nur der Lächerlichkeit preisgeben. Es geht jetzt schon ein Spalt durch Markdorf. Nicht nur real durch die Straße selbst, sondern auch in der Bevölkerung was Themen wie Bischofsschloß, Südumfahrung oder Bürgermeisterwahl angeht. Beenden Sie bitte den Eklat um die Südumfahrung ein für alle mal und lassen Sie uns gemeinsam Markdorf zu einer schönen, saubereren und florierenden Stadt machen.

Mit freundlichen Grüßen,

 

Die Interessensgemeinschaft pro Südumfahrung e.V.

Sachbeschädigung und Fake-Flyer

Sachbeschädigung und Fake-Flyer

Am 22.12.2020 erhielt ich einen Anruf von Helmar Grupp, Redaktionsleiter des Südkurier Markdorf. Er teilte mir mit, dass die Infobanner  der Gegner der Südumfahrung Markdorf zerstört wurden und das gefälschte Infoflyer ausgetauscht wurden. Hier meine Stellungnahme:

Stellungnahme zu Fake-Flyer

Man kann in einer Sachdiskussion immer anderer Meinung sein. Dies ist auch gut so, nur so kann ein Konsens entstehen. Und: Jeder hat das Recht seine Meinung zu äußern, einer der Grundlagen unserer Demokratie. Was aber nicht in Ordnung ist, ist die mutwillige Zerstörung von Informationsanlagen und die Fälschung von Flyern. Dies wirft ein falsches Bild auf beide Lager. Von einem solchen Vorgehen, halten wir gar nichts und verurteilen diese. Es geht hier um eine Sachdiskussion und nicht um Sachbeschädigung oder Propaganda. Die Gegner und die Befürworter der Südumfahrung von Markdorf dürfen und sollen Ihre Meinung äußern, aber immer mit gegenseitigem Respekt. Sonst haben wir hier bald amerikanische Verhältnisse.

Rainer Zanker
Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft pro Südumfahrung e.V.

fakeflyer
„Verkehrsbelastung in der Stadt ist unerträglich“

„Verkehrsbelastung in der Stadt ist unerträglich“

Anwohner und Befürworter pochen auf Südumfahrung Markdorf: „Verkehrsbelastung in der Stadt ist unerträglich“

Angesichts der Verkehrs- und Lärmbelastungen im Bereich der Markdorfer Ortsdurchfahrt B 33 fordern Anwohner und Befürworter, die Südumfahrung Markdorf zu verwirklichen. Der Bermatinger Busunternehmer Karl-Heinz Wegis und Rainer Zanker, Vorsitzender des Vereins „Interessengemeinschaft pro Südumfahrung Markdorf“, erklären, warum sie sich dafür einsetzen.

Online Original-Link: Hier

Pressegespräch am 26. 9. 2019

Pressegespräch am 26. 9. 2019

100 Teilnehmer rege nehmen am Pressegespräch in der Gutenbergstraße teil

Trotz unbequemen Wetter fanden sich 100 Zuhörer bei dem Pressegespräch ein, darunter auch einige Kreistagsmitglieder. Die Redner waren die Mitglieder der Interessensgemeinschaft pro Südumfahrung: Alfons Viellieber (CDU), Dietmar Bitzenhofer (FW), Rolf Haas (FTP), Bürgermeister Martin Rupp aus Bermatingen (Kreisrat), Ernst Arnegger (CDU) und Rainer Zanker (IG pro Südumfahrung).

Nach dem öffentlichen Part gab es noch sehr viele Einzelgespräche die die Interessensgemeinschaft pro Südumfahrung stärkten. Auch kritische Fragen wurden gestellt, z.B. ob die Südumfahrung, falls gebaut, eine Bundesstraße wird (Nein es bleibt eine Kreisstraße), das beim Wagner es ja keinen Anschluß auf die B33 gäbe (aber der Verkehr fließt dann durch eine Industriegebiet auf die B33 und nicht durch ein Wohngebiet zumal in Spaltenstein der nächste Anschluß auf die B31 führt) und warum bei dem Infoflyer kein Urheber genannt wurde (zu dem Zeitpunkt war die Interessensgemeinschaft noch nicht voll definiert). Wer zu diesem Zeitpunkt hinter dem Projekt steht war aber auf Facebook und jetzt auch auf der Homepage klar ersichtlich.

Bericht vom Südkurier: hier
Bericht der Schwäbischen Zeitung: hier